Ok, dies ist der erste Post einer ganzen Reihe von Beiträgen, in denen ich nachholen muss über alles zu Berichten was ich in meiner ersten Woche in Madrid erlebt habe.
Darum werde ich hier einfach mal mit dem Flug anfangen.
Dienstag, den 09.10 habe ich mich also ohne irgend eine feste Heimat in Madrid zu haben, mit mäßigem Spanisch und nur dem Wissen im Hinterkopf, dass ich in einer Woche anfangen muss zu arbeiten, auf den Weg nach Madrid gemacht.
Ich bin mit dem ICE nach Köln/Bonn und wollte von da direkt weiter nach Madrid fliegen. Auf dem Weg vom Gleis ins Abflug Terminal, genauer gesagt im Aufzug, traf ich dann einen Typen der mir spanisch vorkam (haha, doppeldeutig). Er kannte sich genausowenig am Flughafen aus wie ich und wir suchten die Germanwings Schalter gemeinsam. Stellte sich raus, das Adrian gerade von seinem Erasmusaufenthalt aus Deutschland wieder nach Madrid zurückwollte. Er hatte auch dementsprechend viel Gepäck mit und war etwas besorgt um den Betrag den er draufzahlen müsste. Germanwings nimmt 7 Euro für jedes extra Kilo über 20. Adrian hatte 37 Kilo Plus 15 Kilo Handgepäck. Der holländische Schalterbeamte drückte aber 3 Augen zu und er musste nix zahlen. Ich hatte natürlich mein Aufgabegepäck fein säuberlich auf 20 Kilo getrimmt und ärgerte mich hinterher schwarz, dass ich nich noch meine Hanteln, mein Fahrrad und ein paar Freunde eingepackt hab.
Der Flug war im Vergleich zu meinen letzten Flügen, innerhalb Englands und nach Deutschland verhältnismäßig lang. Die Chinesen neben uns die es immer noch nicht raffen dass man sich anschnallen muss wenn das Licht dafür leuchtet und somit alles aufhielten, machten es auch nicht besser.
Am Flughafen angekommen, musste ich erstmal 50 kg an Kleidern ausziehen. Ich, an deutsches Wetter gewohnt, hatte ähnliches für Madrid erwartet und natürlich auch aus Gewichtsgründen schon Pulli und Wintermantel an. Wir wurden von Adrians Freunden abgeholt die alle in sowas wie einer Verbindung wohnen und schon gute Party Laune hatten. Ich wurd direkt an meinem Hostel in Gran Via abgesetzt und wir machten aus, dass wir mal die Tage einen trinken gehen.
Das Hostel war für ein Hostel echt komisch, aber super gelegen. Gran Via ist DIE Meile mit allen Kinos und Theatern in Madrid und ist dementsprechend groß. Das Hostel befand sich im 7. Stock eines Gebäudes direkt an der Straße. Es wurde von einem älteren spanischen Ehepaares geführt und war dementsprechend familiar. Ich teilte mein Zimmer mit zwei Jungs aus Liverpool und konnte vom Balkon auf die Einkaufstrasse sehen. Das war zwar verdammt cool, aber nachts auch dementsprechend laut. Jedoch gibts in Spanien im Gegensatz zu England endlich auch wieder Rolläden.
Am ersten Abend war ich jedoch zu kaputt um Abends rauszugehen und alles was ich am Abend noch machte, war ein Handy zu kaufen und mich mit Leuten im Hostel zu unterhalten.
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