Am nächsten Tag ging es dann direkt mit der Wohnungssuche los. Statt Wifi gab es in dem Hostel leider nur einen einzigen Computer, den man sich mit allen Bewohnern im Hostel teilen musste. Da aber nicht soviele dort wohnten war es ok. Für die Wohnungsuche habe ich die üblichen Internetseiten benutzt (segundamano, loquo.com, easypiso.net, compartirpiso, campusanuncios) aber auch die aktuelle segundamano Zeitung. In der Zeitung wurden viel mehr Wohnungen gelistet. Irgendwie verständlich, da die Leute ja ihr Geld nicht mit kostenlosen Wohnungsanzeigen verdienen. Ich kuckte auch in diversen Madrid StudiVZ und Facebook Gruppen und fand darüber auch zwei Angebote.
Außerdem nahm ich mein ganzen Spanisch zusammen und verfasste einen Text über mich und den Typ des Zimmers das ich suchte und inserierte selber in den Zeitungen. Ich muss sogar sagen, dass ich mit die besten Wohnungen über meine Inserate gefunden habe.
Alles in allem kann man jedoch sagen, dass Wohnungsuche in Madrid ein ziemliches Arschloch ist. Was die Leute teilweise im WG-Zimmer Bereich für 400-500 Euro für Löcher ohne Licht und schäbbig anbieten ist echt unglaublich. Es gibt hier zwar super viele Zimmer aber nur wenige Gute.
Mein Telefon Spanisch reichte auch locker aus, um mit den Vermietern Besichtigungen zu vereinbaren, nur wenn mir dann teilweise mit 3000 Wörtern pro Minute erzählt wurde wie toll doch das Zimmer wäre, schaltete ich einfach auf Durchzug. (Besonders wenn man schon sehen konnte, das es scheisse war)
Abends traf ich mich dann mit Adrian und seinen Wohnkameraden um bei Ihnen im Colegio Mayor ein bisschen zu trinken. Diese Woche war gerade die Woche, wo die Füxe (Noventanas oder so, also die neuen) im Colegio aufgenommen wurden. Diese müssen dann ziemlich viel Zeug über sich ergehen lassen. Außerdem gingen alle um 12, also als alle einen guten Pegel hatten auf die Strasse und liefen durch die Uni-Gegend um die anderen Colegios zu beschimpfen. Dabei mussten alle Neuen mit Pyjamas und geschmickt rumlaufen. Die beschimpften Colegios antworteten meistens damit, dass sie Eier und Tomaten vom Dach warfen. Alles im allem ne ziemlich lustige Angelegenheit. Jedoch musste ich leider für Spanische Verhältnisse schon früh gehen, da die letzte Metro um halb 2 fuhr und ich sonst nicht mehr nach Hause gekommen wäre.
Nächster Tag wieder das gleiche Spiel, Anzeigen kucken, anrufen, ankucken... Abends haben wir (die spanischen Mädels und Stefan) uns bei Carmen getroffen um Dinner zu haben um 10...tss ich muss mich noch an die spanischen Zeiten gewöhnen. Dazu jedoch mehr im nächsten Beitrag.
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