Es ist mal wieder Puente in Madrid, d.h. einer der vielen Brückentage die in Spanien existieren und mir zu einem langem Wochenende verhelfen. Ok, kein langes Wochenende, da ich dann Freitag doch arbeiten muss, aber immerhin einen freien Donnerstag. Natürlich ist so ein freier Tag ein super Grund um den Abend davor feiern zu gehen. Habe ich natürlich auch gemacht und konnte neben dem dem Fahrstil diesmal auch die krassen Multitasking Fähigkeiten der Spanierinnen bestaunen. Während die Beifahrerin die Makeup Tasche komplett auf den Armaturen ausbreitete und auf Kommando wie eine Krankenschwester das richtige Produkt der fahrenden Señorita vor die Nase hielt, schaffte diese es neben dem normalen Schalten, Fluchen und Hupen sich noch verhältnismäßig gut zu schminken (ohne einen Maskarastreifen von links nach rechts zu ziehen wegen Huckel auf der Straße).
Im Foyer auf der Arbeit steht jetzt auch ein riesiger aufblasbarer Weihnachtsmann und die Nachbarfirmen haben auch den ein oder anderen überdimensionalen Tannenbaum mit blinkender, bunter Beleuchtung. Die Weihnachtsdeko meines Schreibtisches besteht aus einer Klopapierrolle die man eigentlich im Moment bei ziemlich vielen Mitarbeitern auf dem Schreibtisch stehen sehen kann da hier die Erkältungswelle rumgeht. Dank des genialen, stadteigenen Bakterienvebreitungssystems namens Metro geht so eine Epidemie auch ziemlich schnell rum.
Im Sinne der generellen Weihnachtsstimmung wurde von Telefonica auch ein weihnachtliches, kollektives Blutspenden organisiert. Für diesen riesen Event mit Kaffee, Kuchen und Kaviar wird eine mobile Zapfanlage auf den Parkplatz stationiert und jeder der möchte kann seinen Saft dazugeben. Leider dürfen Personen unter 50kg nicht teilnehmen...also nix für mich.
Dafür durfte ich mich am Anfang der Woche mit dem "Hausmeister" Department rumschlagen, da ich meinen Schlüssel für meinen Schreibtischschrank irgendwo verloren habe. Das hieß also, Anfrage stellen in Form von "Brauche Schlüssel", durch eine Reihe von falschen Departments durchgeschleust werden und schließlich dem Typen der mit einem Generalschlüssel vorbeikam erklären wie meine Sachen in den Schrank reinkamen, wenn ich doch keinen Schlüssel habe. Nach meinem Geständnis, dass ich den Schlüssel verloren hab, war er etwas angepisst hat mir aber einen neuen besorgt.
Am Wochenende gehts glaub nich nach Avila, gegeben dass ich rechtzeitig aufstehe da Sonjas Geburtstag gefeiert werden muss. Avila liegt ungefähr auf einer Höhe wie Segovia, nur andere Richtung. Bis man aber erstmal die Firma rausgefunden hat, welche die Autobusse dahin betreibt und die Internetseite gefunden hat können schon ein paar Stunden und Nerven draufgehen. Ich werde diese Arbeit besser an eine meiner gut informierten Sekretärinnen weitergeben und statdessen golfen und Polo spielen gehen.
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