Samstag, 10. November 2007

Salamanca

Sooo, gerade wieder von zwei unglaublich anstrengenden Tagen in Salamanca zurückgekommen. Der Spass begann Freitag Morgen (war Feiertag in Madrid), als ich mich nach 3 Stunden Schlaf zum Bahnhof Chamartin aufmachen musste, um dort die anderen zu treffen und nach Salamanca zu fahren. Ich war Donnerstag Abend noch im Randall und hatte ein unglaubliches Glück mit dem Nachtbus. Nachdem ich mich schon mal vorher auf den Seiten von emt durchgewühlt hatte und endlich rausgefunden hatte, welcher Nachtbus bei uns vor der Tür hält und wo er langfährt, musste ich nach dem Club nur noch die Haltestellen in der Nähe von Plaza Espana finden.
Als ich aus dem Club rausstolperte, sah ich den Bus gerade an mir vorbeifahren. Da er nur stündlich fährt veranlassten meine geschärften Reaktionsfähigkeiten einen Kurzstreckensprint, und der Busfahrer ließ mich zum Glück an der nächsten Ampel zusteigen. War dann in 10 Minuten zu Hause und kostet mich im Vergleich zu den 5 Euros Taxi, nischt.

Aber zurück zu Salamanca... Nach 3 Stunden Zugfahrt die ich mehr oder weniger durchschlief, kamen wir in an und stellten sofort fest, dass es viel kälter als in Madrid ist. Trotzdem hatten wir Sonne, und es ließ sich aushalten.
Salamanca ist berühmt für ihre Uni (est. 1200 oder so um den Dreh) und ist die anerkannteste Sprachschule für Spanisch. Die Stadt ist im Stil von Oxford um die Uni gebaut, hat ne riesige Cathedrale und viele Colegios Mayores wo die Studenten halt wie in Oxford wohnen. Der Plaza Mayor ist im Vergleich zu dem in Madrid auch viel besser und insgesamt hat mich das ganze Stadtbild mit den Sandsteingebäude ziemlich an Bath erinnert.
Thomas Chef kommt aus Salamanca und hatte ihm eine Liste mit allen guten Kneipen mitgegeben in denen man die berühmten "Pinchos" essen kann. Pinchos sind wie Tapas und kommen zum Caña (Bier) inklusive. Man kann sie natürlich auch so ordern, und wird von den recht billigen Kleinigkeiten sogar satt. Was es in Massen gab, waren aufgeschnittene Tortillas, die dann mit allem möglichen Zeug gefüllt wurden. Werde wohl auch mal nach einem Rezept googlen und kucken was dabei rauskommt.

Neben Pincho essen muss man in Salamanca unbedingt den Frosch suchen der in der Steinfassade der Uni versteckt ist. Man kann das Gebäude nicht verfehlen, da immer eine Menschentraube davorsteht und mit dem Finger irgendwo auf die Wand zeigen.
Der scheiss Frosch ist echt gut versteckt, und die Legende ist: wenn man es schafft ihn ohne fremde Hilfe zu finden, heiratet man innerhalb eines Jahres und hat in den nächsten Klausuren sehr gute Noten.
Nachdem ich 10 Minuten an der total falschen Stelle gesucht hatte musste ich die anderen fragen und werde somit weder bald heiraten noch erfolgreich in den nächsten Klausuren sein (hab ja keine mehr...haha)
Neben dem Frosch kann man auch noch den Astronauten suchen, der neben den normalen Symbolen die man an einer Kirche erwarten würde in eine der Säulen geschnitzt ist.

Abends waren wir noch im Studenten-Dinner Viertel wo es super viele billige Pinchobars gibt, im Bambu und endeten in einer Bar. Der Heimweg zum Hostel, welches einfach total weit außerhalb der Stadt ist, war tierisch kalt. Ich glaube es hat sogar in der Nacht gefroren.
Samstag dann noch weitere Salamanca Attraktionen angekuckt, auf den Turm der Kathedrale geklettert, die Räumlichkeiten der Uni besucht und Abends wieder im Zug nach Chamartin. Alles in allem zwei sehr coole Tage...trotz Schlafmangels.

Hier noch ein paar harte Fakten und anschließend Bildchen:
- Christopher Columbus hat an der Uni Salamanca gelehrt
- Salmanca ist die Stadt mit der zweit höchsten Bar/Einwohner Ratio in Europa
- Hier wird das beste Spanisch gesprochen
- Der Plaza Mayor ist einer der besten Plätze in Europa









Das Hauptgebäude des Plaza Mayor


Der Plaza Mayor bei Nacht


Ein Blick aus dem Innenhof der Uni zur Kathedrale


Blick vom Turm der Kathedrale


Der Frosch (wer ihn nicht sieht, fragen)


Froschsuche.


Die Kathedrale


Die Pincho Bar direkt am Plaza Mayor

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